Letztes Jahr überlegten wir uns im Vorstand welche Möglichkeiten es für einen
allfälligen Winterevent geben würde. Es wurden verschiedene Ideen wie z.B.
Ski-Weekend, Schlittelplausch, Fondue-Essen usw. diskutiert und weiterverfolgt.
Wir kamen schlussendlich zum Entscheid den obenerwähnten Anlass durchzuführen.
Uns war auch bewusst, dass dies nicht jedermann/frau anspricht, weshalb wir mit
der Besichtigung der Schaukäserei und dem anschliessenden Fondue-Essen auch für
die „Nicht-Giger-Fans“ ein abwechslungsreiches Programm anbieten wollten. Leider
waren wir jedoch nur
15 Personen, was angesichts der Teilnehmerzahlen der anderen Events doch als
sehr bescheiden bezeichnet werden muss.
So trafen wir uns an diesem Samstag auf der Schützenmatte in Bern, wo unser
Shuttle-Bus mit Chauffeur Roland Burgener bereits wartete. So langsam aber
sicher besammelten sich die Chelsea Supporters, welche aus diversen
Himmelsrichtungen anreisten. Nach dem obligaten Gruppenfoto machten wir uns auf
den Weg ins Gruyères-Gebiet. Kaum losgefahren wurde den Mitgliedern die
„Reiseverpflegung“ in Form von Getränken und Sandwiches weitergegeben. An der
Autobahnraststätte gab es noch einen kurzen Rauch- und Pinkelstopp, da das Bier
bei gewissen Personen schon wieder mächtig drückte...
Am Ziel angekommen, begaben wir uns auf den wunderschönen Spaziergang durch das
„Altstädtli“ von Gruyères bis wir schliesslich beim Château St. Germain, auch
genannt Giger-Museum, landeten.
Der Name HR Giger steht für dreissig Jahre Phantastische Kunst. Der Künstler
wurde 1940 in Chur geboren. 1962 zog es ihn nach Zürich, wo er während fünf
Jahren Innenarchitektur und Industrie-design studierte. Hier lebt er als
freischaffender Maler, Designer und Bildhauer. Ab 1971 entwickelte er vor allem
mit dem Medium Airbrush seinen unverwechselbaren biomecha-nischen Stil.
1975 wurde er von Hollywood entdeckt. Vor da an arbeitete er zeitweise an
verschiedenen Science Fiction-Filmprojekten. Sein Oscar-gekröntes Design für
Ridley Scott’s Film „Alien“ im Jahr 1978 machte ihn international bekannt.
Weitere Designs zu den Filmen Alien 1 und 3, Poltergeist 2, Species und Dune
sind ebenfalls im Museum ausgestellt.
Mit dem „Bau“ des Giger-Museums im 400 Jahre alten Château St. Germain im Jahre
1998 und der gegenüberliegenden Giger-Bar im Jahre 2003 hat er dafür gesorgt,
dass seine Kunstwerke auch der breiten Oeffentlichkeit zugänglich gemacht
wurden.
Wir vereinbarten, nach der individuellen Besichtigung, uns in der Giger-Bar zu
treffen. Einige bewunderten die Skulpturen des Meisters ein bisschen weniger
lang als die anderen und genehmigten sich in der sehr speziell eingerichteten
Bar (Wände und Decke bestehen aus einer Art Rippengerüste…) bereits ein
Bierchen. Andere nahmen sich ein bisschen mehr Zeit um über die zum Teil doch
sehr schrägen Skulpturen, Werke und Bilder zu philosophieren. Nebst Gigers
Arbeiten war auch noch eine kleine Ausstellung eines anderen Künstlers zu
bewundern, welche mich jedoch nicht von den Socken gehauen hat, sonst hätte ich
mir wohl auch den Namen merken können...
Bevor die letzten das Museum verliessen, wurden zum Teil noch Souveniers
(Bilderkopien, Poster) gekauft (gäu Säschu). Die Gruppe versammelte sich
anschliessend wie erwähnt in der Bar bevor man den Fussmarsch zu unserem „Bössli“
in Angriff nahm.
Wir fuhren nach Pringy zum „La Maison du Gruyère“ der obenerwähnten
Schaukäserei. Diejenigen welche Lust hatten, nahmen an der Besichtigung der
Schaukäserei teil. Auf einem Rundgang konnte man über den zur Verfügung
gestellten Kopfhörer die verschiedenen Stufen der Käseherstellung mitverfolgen.
Zwischendurch konnte man auch an verschiedenen Röhrchen riechen oder es wurde
einem visuell vermittelt wieviel Milch es für einen Laib Greyerzer braucht.
Alles in allem ein kurzer aber sehr interessanter Einblick in das Geheimnis des
„le gruyère“!
Im Restaurant der Schaukäserei stiessen auch Pierre de Bay mit seiner Freundin
zu uns, welche aus Genf anreisten und in Bulle ein Hotel bezogen hatten! Die
Gruppe der „Nicht-Käsemachen-Interessierten“ hatte es sich an der Bar gemütlich
gemacht. Nach dem Apéro begaben wir uns an den Tisch um natürlich ein Käsefondue
zu geniessen! Ganz ehrlich, ich habe schon schlechtere und bessere Fondues
gegessen, ich war doch ein bisschen enttäuscht. Jedoch mit dem Weisswein
zusammen hat sich das Essen doch sehr positiv entwickelt...An dieser Stelle
möchte ich erwähnen dass Peschä Husi, welcher an diesem Tag seinen Geburtstag
feierte, spontan eine Runde offerierte! Merci Peschä!
Nachdem die letzen Ihre Cafés und Schnäpse geleert hatten, begaben wir uns
langsam aber sicher wieder auf den Heimweg Richtung Bern, hatten doch einige
noch einen langen Heimweg vor sich! In Bulle luden wir Pierre und seine Freundin
ab bevor wir uns auf die Autobahn Richtung Hauptstadt begaben. Unser Chauffeur
Rolä Burgener beförderte uns sicher und angenehm wieder nach Bern, „Rolä merci
viu mau für Di Iisatz!“ (sonst hätte wohl ich fahren müssen... und ob dies
sinnvoll gewesen wäre, würde ich grundsätzlich bezweifeln!). So kamen wir ca.
gegen 21.00 Uhr in doch zum Teil recht angetrunkenem aber fröhlichen Zustand in
Bern an und verabschiedeten uns wieder auf der Schützenmatte resp. beim Bahnhof
Alles in allem war dies mal ein ganz anderer Chelsea-Supporters-Event, welcher
zumindest mir und hoffentlich auch den teilnehmenden Mitgliedern sehr gut
gefallen hat!
Jürä