Bericht


17.02.07 Winterevent, Gruyère
Fotos/Berichte

Letztes Jahr überlegten wir uns im Vorstand welche Möglichkeiten es für einen allfälligen Winterevent geben würde. Es wurden verschiedene Ideen wie z.B. Ski-Weekend, Schlittelplausch, Fondue-Essen usw. diskutiert und weiterverfolgt. Wir kamen schlussendlich zum Entscheid den obenerwähnten Anlass durchzuführen. Uns war auch bewusst, dass dies nicht jedermann/frau anspricht, weshalb wir mit der Besichtigung der Schaukäserei und dem anschliessenden Fondue-Essen auch für die „Nicht-Giger-Fans“ ein abwechslungsreiches Programm anbieten wollten. Leider waren wir jedoch nur
15 Personen, was angesichts der Teilnehmerzahlen der anderen Events doch als sehr bescheiden bezeichnet werden muss.

So trafen wir uns an diesem Samstag auf der Schützenmatte in Bern, wo unser Shuttle-Bus mit Chauffeur Roland Burgener bereits wartete. So langsam aber sicher besammelten sich die Chelsea Supporters, welche aus diversen Himmelsrichtungen anreisten. Nach dem obligaten Gruppenfoto machten wir uns auf den Weg ins Gruyères-Gebiet. Kaum losgefahren wurde den Mitgliedern die „Reiseverpflegung“ in Form von Getränken und Sandwiches weitergegeben. An der Autobahnraststätte gab es noch einen kurzen Rauch- und Pinkelstopp, da das Bier bei gewissen Personen schon wieder mächtig drückte...

Am Ziel angekommen, begaben wir uns auf den wunderschönen Spaziergang durch das „Altstädtli“ von Gruyères bis wir schliesslich beim Château St. Germain, auch genannt Giger-Museum, landeten.

Der Name HR Giger steht für dreissig Jahre Phantastische Kunst. Der Künstler wurde 1940 in Chur geboren. 1962 zog es ihn nach Zürich, wo er während fünf Jahren Innenarchitektur und Industrie-design studierte. Hier lebt er als freischaffender Maler, Designer und Bildhauer. Ab 1971 entwickelte er vor allem mit dem Medium Airbrush seinen unverwechselbaren biomecha-nischen Stil.

1975 wurde er von Hollywood entdeckt. Vor da an arbeitete er zeitweise an verschiedenen Science Fiction-Filmprojekten. Sein Oscar-gekröntes Design für Ridley Scott’s Film „Alien“ im Jahr 1978 machte ihn international bekannt. Weitere Designs zu den Filmen Alien 1 und 3, Poltergeist 2, Species und Dune sind ebenfalls im Museum ausgestellt.

Mit dem „Bau“ des Giger-Museums im 400 Jahre alten Château St. Germain im Jahre 1998 und der gegenüberliegenden Giger-Bar im Jahre 2003 hat er dafür gesorgt, dass seine Kunstwerke auch der breiten Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Wir vereinbarten, nach der individuellen Besichtigung, uns in der Giger-Bar zu treffen. Einige bewunderten die Skulpturen des Meisters ein bisschen weniger lang als die anderen und genehmigten sich in der sehr speziell eingerichteten Bar (Wände und Decke bestehen aus einer Art Rippengerüste…) bereits ein Bierchen. Andere nahmen sich ein bisschen mehr Zeit um über die zum Teil doch sehr schrägen Skulpturen, Werke und Bilder zu philosophieren. Nebst Gigers Arbeiten war auch noch eine kleine Ausstellung eines anderen Künstlers zu bewundern, welche mich jedoch nicht von den Socken gehauen hat, sonst hätte ich mir wohl auch den Namen merken können...

Bevor die letzten das Museum verliessen, wurden zum Teil noch Souveniers (Bilderkopien, Poster) gekauft (gäu Säschu). Die Gruppe versammelte sich anschliessend wie erwähnt in der Bar bevor man den Fussmarsch zu unserem „Bössli“ in Angriff nahm.

Wir fuhren nach Pringy zum „La Maison du Gruyère“ der obenerwähnten Schaukäserei. Diejenigen welche Lust hatten, nahmen an der Besichtigung der Schaukäserei teil. Auf einem Rundgang konnte man über den zur Verfügung gestellten Kopfhörer die verschiedenen Stufen der Käseherstellung mitverfolgen. Zwischendurch konnte man auch an verschiedenen Röhrchen riechen oder es wurde einem visuell vermittelt wieviel Milch es für einen Laib Greyerzer braucht. Alles in allem ein kurzer aber sehr interessanter Einblick in das Geheimnis des „le gruyère“!

Im Restaurant der Schaukäserei stiessen auch Pierre de Bay mit seiner Freundin zu uns, welche aus Genf anreisten und in Bulle ein Hotel bezogen hatten! Die Gruppe der „Nicht-Käsemachen-Interessierten“ hatte es sich an der Bar gemütlich gemacht. Nach dem Apéro begaben wir uns an den Tisch um natürlich ein Käsefondue zu geniessen! Ganz ehrlich, ich habe schon schlechtere und bessere Fondues gegessen, ich war doch ein bisschen enttäuscht. Jedoch mit dem Weisswein zusammen hat sich das Essen doch sehr positiv entwickelt...An dieser Stelle möchte ich erwähnen dass Peschä Husi, welcher an diesem Tag seinen Geburtstag feierte, spontan eine Runde offerierte! Merci Peschä!

Nachdem die letzen Ihre Cafés und Schnäpse geleert hatten, begaben wir uns langsam aber sicher wieder auf den Heimweg Richtung Bern, hatten doch einige noch einen langen Heimweg vor sich! In Bulle luden wir Pierre und seine Freundin ab bevor wir uns auf die Autobahn Richtung Hauptstadt begaben. Unser Chauffeur Rolä Burgener beförderte uns sicher und angenehm wieder nach Bern, „Rolä merci viu mau für Di Iisatz!“ (sonst hätte wohl ich fahren müssen... und ob dies sinnvoll gewesen wäre,  würde ich grundsätzlich bezweifeln!). So kamen wir ca. gegen 21.00 Uhr in doch zum Teil recht angetrunkenem aber fröhlichen Zustand in Bern an und verabschiedeten uns wieder auf der Schützenmatte resp. beim Bahnhof

Alles in allem war dies mal ein ganz anderer Chelsea-Supporters-Event, welcher zumindest mir und hoffentlich auch den teilnehmenden Mitgliedern sehr gut gefallen hat!

Jürä