Bericht


13.11.04 Weihnachtsessen, Zürich

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Nach dem Motto alle Jahre wieder, trafen sich die Chelsea Supporter Switzerland zu einem gemütlichen Beisammensein, sprich zum traditionellen Weihnachtsessen. Wie letztes Jahr riss sich die „Zürcherfraktion“ um die Organisation dieses Anlasses. An dieser Stelle möchte sich der gesamte Vorstand im Namen aller, bei Richard Bystricky und xxxxxxx für die Organisation herzlichst bedanken. Wahrscheinlich organisieren die Herren aus Zürich das Fest, damit sie nicht einen so weiten Heimweg haben..... ;-) egal, nun zum Wesentlichen.

Zum Anfang traf sich die Gemeinschaft im Big Ben Pub. Auch hier wiederum ein riesiges Dankeschön an unser Mitglied Daniel Gugolz, welcher für die ersten Gratisrunden zuständig war und uns diese Lokalität zur Verfügung stellte. Die Jungs und Mädels trafen nacheinander in gemütlicher Stimmung ein, auch wenn einige den Zug in Bern verpassten und beim Biertrinken einen etwas gestressten Eindruck hinterliessen. Wiederum konnte man einige neue Gesichter kennen lernen. Die Stimmung war wie beinahe gewohnt, locker und ausgelassen.

Nachdem sämtliche Kehlen angefeuchtet waren und der Vorstand seine Logoangelegenheiten mittels einer kurzen Sitzung als erledigt erachtete, ging es um die Ecke ins „Back und Brau“. Das „Back und Brau“ ist eine Ladenkette, welche eigene Gebäcke herstellt und vor allem eigene Biere braut. Auf dem Programm stand die Besichtigung, sowie das Degustieren der hauseigenen Bierarten. Als letztes danken wir dem bayrischen Braumeister für seine ausführlichen Erklärungen und sein Durchhaltevermögen, da einige unserer Members bereits an diesem Ort mit dem Verlust des Gleichgewichtes haderten. Wir teilten uns in zwei Gruppen (böse Zungen behaupten, dass die zweite Gruppe nicht mehr so trinkfest war) und lauschten mit einem Bier in der Hand den Informationen rund um das Gebräu. Natürlich ging dies nicht ohne Zwischenkommentare unsererseits von Dannen.

Nach dem Rundgang mussten sich einige bereits mittels fester Nahrung stärken. Ich hörte die Worte „ich brauche einen festen Boden im Magen, damit ich nachher richtig trinken kann“, dies mehrheitlich von Personen, welche mich bereits doppelt sahen (oder führte ich ein Selbstgespräch mit mein Spiegelbild auf der Toilette???). Es wurde laut und heftig über Fussball, Drugs und Rock n’ Roll diskutiert. An diesem Ort liessen wir es wiederum locker angehen, da wir wirklich genügend Zeit bis zum nächsten Termin hatten. Später wurden auch noch diverse CFC-Songs angestimmt und wir unterhielten damit wahrscheinlich das gesamte Lokal. Uns war dies natürlich so lange wie breit, wobei das „breit“ wiederum auf den Zustand einiger Anwesenden anspielt.

Auf individuellen Wegen ging es weiter in Richtung Zürich Flughafen, genauer gesagt ins beinahe weltberühmte „Alpenrock“. Unsere Gruppe verhielt sich umweltpolitisch völlig korrekt und erreichte den Flughafen per Zug. Auch diese Aktion verstrich nicht ohne gesangstechnische Einlagen und jeder wusste mehr über den englischen Fussball zu berichten als der andere. Da wir wahrscheinlich die ersten zahlende Gäste im Alpenrock waren, enterten wir erst einmal die vor sich hindümpelnden Gamestationen, „Töggelichäschte“ und Flipperapparate. Da die Tische noch nicht bereit waren, vertrösteten wir uns noch an den beinahe unzähligen Getränkeständen. Kurz danach konnten wir uns unsere Plätze an den zugewiesenen Tischen erkämpfen. Wie ein gut organisierter Bienenstock sah dieses Gedränge nicht aus, es hatte eher etwas von Erstklässlern, welche nicht neben Person X dafür unbedingt neben Person Y sitzen wollten.

Wir bestaunten erst einmal das Ambiente und freuten uns auf ein ausgiebiges Mahl. Ganz ohne Bier, Weib und Gesang kann ein richtiger Fussballfan nicht sein, deshalb konnte man durch die rauchdurchtränkte Luft des öfteren den Ausruf „Chelsea“ hören.

Nach einem kleinen spendierten Apéro wurde die Bestellung aufgegeben, was nicht sehr einfach war, da die angegebenen Mahlzeiten nicht für eine einzige Person vorgesehen war. Die Zweierteams fanden sich relativ schnell, so dass die definitive Bestellung aufgegeben werden konnte. Im Hintergrund wurde das anscheinend alltägliche Rahmenprogramm abgespult. Uns wars egal, wir hatten unseren Spass.

Nachdem wir unsere Mahlzeit verdrückt hatten, war das Thema „Clublogo“ an der Reihe. Wie bereits in diesem Heft angesprochen, wurde uns von offizieller Seite unser Logo verboten. Blauäugig wie der Vorstand nun einmal ist, wurden zwei Logos den anwesenden Leuten vorgestellt, was bei der „Hintergrundmusik“ ein echtes Können erforderte. Blauäugig deshalb, weil wir uns dachten, dass dies mittels einer einmaligen Abstimmung über die Bühne gehen würde: denkste! Im leicht angesäuselten Zustand lässt sich natürlich prima über ein Logo diskutieren. Die Argumente pro und kontra prasselten eimerweise auf den Referenten nieder. Andere Vorstandsmitglieder distanzierten sich, um wahrscheinlich die Anwesenden nicht zu beeinflussen.

Der bestellte Caran d’ache – Malkasten konnte leider nicht aufgetrieben werden, es wären sicherlich tolle Vorschläge an diesem Abend entstanden. Von einer Einigung kann sicherlich nicht gesprochen werden. Wiederum debattierte der Vorstand ob dieser neuen Situation und konnte sich zu einem Kompromiss hinreissen lassen. Man lässt nun die Mitglieder entscheiden, es werden deren künstlerische Adern angesprochen. Damit konnten die meisten Anwesenden gut leben, mal sehen wer der neue Chefdesigner unseres Clubs wird.

Wir liessen den tollen Abend gemütlich ausklingen. Mittlerweile deutete die Uhr auf Schlafenszeit und so verabschiedeten sich einige. Auch einige vom Vorstand machten sich auf den Heimweg nach Bern oder sie versuchten es zumindest. Nur kurz aus meiner Sichtweise: ein Mitglied konnte in diesem überdimensionierten Fress- und Tanztempel den Ausgang und danach den Weg zurück zum Flughafen nicht finden. Mittels Handy und Passanten wurde er wieder auf den richtigen Pfad gelotst. Bis heute bleibt es mir jedoch unerklärbar wir man sich vom Ausgang des Alpenrock bis zum Flughafengebäude, welches nicht zu übersehen ist, verlaufen kann.  Auf einmal konnte ich die Stimme durch mein Handy hören und Stereo dazu ertönte dieselbe, verzweifelte Stimme aus dem Parking. Den Zug konnten wir natürlich streichen. Wir machten es uns in „Flughafenpub“ gemütlich und lauschten der professionell spielenden Dire Straits Coverband. Irgendwann bestiegen wir dann den Zug zurück nach Bern. Ich für meinen Teil verschwand kurze Zeit später im Land der Träume. Irgendwo zwischen Zürich und Bern wurde ich dann unsanft vom Kondukteur geweckt, ich natürlich ohne Orientierung und ohne Ticket. Dazu kam noch, dass rings um mich Leute sassen, welche ich noch nie gesehen hatte. Kurz einmal logisch denken.... jawohl die Jungs sitzen sicherlich im Speisewagen: Ja, richtig geraten. Mit einem letzten Schlummertrunk erreichten wir Bern.

Roger