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Jahresbericht 07/08
Es fällt mir von Jahr
zu Jahr schwerer einen abwechslungsreichen Bericht zu Papier zu bringen.
Zudem verbrachte ich das letzte Jahr mehr oder weniger in einer ganz anderen
Welt. Dazu später mehr, aber ich warne euch schon mal vor. Beginnen wir mal
mit dem vereinstechnischen Bereich:
Die letztjährige HV verlief ohne nennenswerte Änderungen. Wenn ich mich
zurückerinnere war dies wohl die schlankeste HV seit der Vereinsgründung.
Ich war nicht unglücklich… Einzig, dass wir verkünden mussten, das Jutzi
Bruno demissioniert hat, war doch irgendwie speziell und mit einem
Wehrmutstropfen verbunden. Er war schlussendlich halt doch der Initiant von
Chelsea Supporters Switzerland. Es ist halt einfach so, dass wir ohne ihn
hier und heute nicht zusammensäßen. DIES werde ich immer respektieren!
Am 24.Oktober stand bereits die nächste Clubreise an. Wiederum haben wir uns
ein Champions League Spiel ausgesucht. Diesmal sollte es Chelsea- Schalke 04
sein. Was sich bereits langsam zu der immer wiederkehrenden Frage bei allen
Clubreisen entwickelt, ist: Wie verkraftet Schanä die Anreise zum Flughafen.
Diesmal wurde mein Nervenkostüm verschont. Wie im entsprechenden Bericht
nachzulesen ist, hatten andere mehr Mühe pünktlich am Flughafen zu sein. Im
geheimen musste ich schon ein bisschen schmunzeln, da ich ein bestimmte
Aussage von Sven noch sehr gut in Erinnerung hatte als es um’s Abmachen
ging.: „Kennsch ja d’Schanä, am liebschte würd sie 4 Stung vorhär
fahre.“Obwohl wir nun schon x-mal in London waren, gibt es immer wieder
Anekdötchen zu erzählen. Und diese machen so eine Reise ja aus. So durften
wir zum Beispiel erstmals vom öffentlichen Rauchverbot Gebrauch machen. Oder
wir mussten lernen, dass man aus einer 4erTisch-Gruppierung nicht einfach
ein 6er Tisch machen darf. Wohlverstanden nicht in einem Restaurant, so
geschehen im Burger King am Flughafen Luton. Und schlussendlich lernten wir
auf dieser Reise unseren Walliser Eddi kennen. Ganz e gmöige Typ!
Auch diese Reise wird mir in besonderer Erinnerung bleiben. Man möge mir
verzeihen, dass ich nun kurz, itz isches sowit, ins Private abschweife. Für
Sven und mich war bald mal klar, dass die Fotos für unsere
Hochzeitseinladung in der Stamford Bridge gemacht werden sollten. Leider
durften wir auch selbst hierfür die flexible Seite von Chelsea nicht
kennenlernen, wenn wundert’s. So wurde uns der Wunsch einige Minuten im
menschenleeren Stadion zu fotografieren, bereits im Vorfeld verwehrt. Kein
Problem, man bucht Stadiontour, (zum x-mal), verdonnert den Trauzeugen
ebenfalls dazu, drückt ihm weiter die Kamera in Hand und fertig sind die
gewünschten Fotos. Noch einmal herzlichen Dank, Jürä!
Der Winter zog ins Land, Weihnachten stand vor der Tür, und in der Stuefebar
zogen sich jeweils 2-3 Nasen die Spiele von Chelsea rein. An und für sich
enttäuschend. Eine etwas größere Enttäuschung mussten wir im März hinnehmen.
Erstmals mussten wir eine geplante Clubreise aus mangelndem Interesse
absagen. Hinterher sollte dies jedoch zu unserem Glück werden. Infolge des
immensen Spielplans wurde dieses Spiel kurzfristig verschoben. Wäre toll
gewesen: Tickets im Haus, Flüge gebucht…! Wir wären ziemlich ins rotieren
gekommen und meine Nerven hätten wiedermal grüssen lassen.
Dieses Loch in unserem Jahresprogramm wollten wir am 8.März mit einem
Spielnachmittag in der Stuefebar kompensieren. Dem Vorschlag von unserem
treuen Mitglied Kusi wollten wir gerne Folge leisten. Leider fand auch
dieser Event nicht gerade riesigen Anklang. Gefreut hat mich besonders, dass
wir an diesem Nami unser neues Mitglied Jonas Egloff kennenlernen durften.
In Erinnerung geblieben ist mir das heiss umstrittene Chelsea-Monopoly mit
Säschu, Kusi und Jöggu. By the way, das Buffet mit mit english breakfast
liess keine Wünsche offen. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst.
Zum Vereins-Highlight des Jahres sollte einmal mehr unser Eiertütschen
werden. Die Hütte in Schüpfen war gebucht, die legendären Chelsea-Eier
bedruckt, wir bereit, nur Petrus hatte irgendwie ein Durcheinander mit den
Jahreszeiten. So liefen die Telefondrähte zwischen Vorstand, Meteo und den
Verantwortlichen der Stuefebar heiss. Erstmals sollten wir Wetterpech
verzeichnen. Ein Eiertütschen welches nicht im Wald und ohne Frühlingsduft
stattfinden sollte, konnte ich mir selbst am Gründonnerstag immer noch nicht
vorstellen. Wer am Eiertütschen dabei war, wird Jürä ewig dankbar sein, dass
er relativ stur auf eine Durchführung im Stuefebau beharrte. Draussen
umgaben uns nebst Schneeflocken und gefühlten 10 Grad minus (so circa…), ein
richtig nasses Sauwetter. Kälte und Nässe zog sich Kusi, einsam und
verlassen, bei der Hütte in Schüpfen rein. Er hatte die kurzfristige
Planänderung verpasst. Wie wollig warm war es doch da in der Halle. Anyway,
die Teilnehmerzahl war wiederum mega. Der Sieger unserer Olympiade sollte
einmal mehr Töbu heissen, war ja klar.! Immer wieder schön mit anzusehen,
wie er sich voll motiviert in die Spiele reinhängt. Und immer wieder lustig,
wie er dem Spielleiter nicht mehr von der Seite weicht, wenn er merkt, dass
er sich auf der Siegesstrasse ganz vorne befindet. Das ist unser Töbu! Um
Jürä’s Worte zu gebrauchen: Anders kann ich ihn mir gar nicht vorstellen.
Der FC Chelsea hangelte sich diesen Frühling von Final zu Final. Der
Carling-Cup war schon mal weg, okay, dann gewinnen wir halt die Meistershaft.
Auch nicht? Nicht sooo schlimm, es bleibt ja noch der Champions League
Final.
Tja, und so fuhren wir am 21.Mai guter Hoffnung mit dem Blue Dream Car
Richtung Leutschenbach. Aus der Sicht des Vereins sicher ein Höhepunkt in
der bisherigen Geschichte von CSS. Für mich persönlich etwas Unbezahlbares,
etwas das einem mit Stolz erfüllt, da TV und Radio auf uns aufmerksam
geworden sind. Die treusten Vereinsmitglieder waren selbstverständlich auch
am Start. Und jeder wird andere Eindrücke mit nach Hause genommen haben.
Wenn ich im letzten Jahresbericht geschrieben habe, dass ich gespannt bin,
was uns im neuen Vereinsjahr so alles erwarten wird, so gehört sicher gerade
ein Event wie dieser dazu. Ich denke schon, dass uns dieser Abend, trotz der
Niederlage Chelsea‘s in spezieller Erinnerung bleiben wird. Wer weiss, ob
wir das noch einmal erleben dürfen.
Enttäuscht hat mich jedoch, dass wir es mit rund 100 Vereinsmitglieder nicht
geschafft haben die geforderten 50-60 Zuschauer, also Mitglieder, ins Studio
zu bringen. Und so kamen schlussendlich Partner, Partnerinnen, Bruder UND
dessen Kollege auch in den Genuss dieses Abends und sorgten ebenfalls für
die geniale, laustarke Stimmung. Zudem lernten wir an diesem Abend Ronnie
und Flo kennen. Und es gab ein Wiedersehen mit zahlreichen Mitgliedern, die
wir sonst nicht sooo oft sehen können.
Und wenn wir schon beim Thema sind: Wenn ich auf das vergangene Jahr
zurückblicke, dann ist der Blick in die Zukunft nicht gerade motivierend.
Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann ist es das, dass unsere Events mit
grossen Teilnehmerzahlen belohnt werden. Der Herbstanlass im Berner Oberland
klopft ja bereits an die Türe. Leider werden wir auch da nur ein kleines
Trüppchen sein. Schade!
Es sei mir vergönnt, noch einmal ins Private abzudriften: Ja, ja
interessiert euch nicht, ich weiss. Befinde mich halt immer noch in einem
ganz anderen Film. Aber ihr werdet merken, dass sich der Kreis gleich
wieder schliesst. Am vergangenen 9.August durfte ich, den schönsten Tag im
Leben feiern. Ich habe euren Präsi geheiratet. Ja, ja okay jeder wird hierzu
seine eigene Interpretation haben… Spass beiseite.
An diesem speziellen Tag, durfte ich erfahren wie toll es ist einen Verein
im Rücken zu haben. Viele, viele Vereinsmitglieder haben an diesem Tag
Heinzelmännchen gespielt. In erster Linie haben sie ihren Freund Jürä
unterstützt, doch Sven und ich waren die Nutzniesser. Und jeder von ihnen
hätte auch nein sagen können. Gäbe es diesen Verein nicht, hätten wir all
diese tollen Menschen nie kennen und vor allem schätzen gelernt. Danke, dass
ihr mit eurer Hilfe dazu beigetragen habt, dass der 9.August 2008 wahrhaftig
zu einem der schönsten Tage in meinem bisherigen Leben wurde. Nicht nur
durch eure Hilfe sondern ganz einfach durch eure Anwesenheit. Während dieses
Tages durfte ich weiter beobachten, dass sogar Vereinsmitglieder, die nicht
auf Jürä’s Helferliste standen, tatkräftig mit angepackt haben. Eine weitere
Beobachtung von unschätzbarem Wert. Ich verzichte hier auf die namentliche
Erwähnung, ehm, ist ja, glaub ich, ein Vereinsjahresbericht. Aber ihr seit
alle in meinem Herzen. Und natürlich gäbe es da noch ein, zwei Anekdötchen
zu erzählen, aber die bleiben privat, gäu Lüku!!! (Nei, ig meine hie ned
Bootsfahrt wo du mitem Sven u mir gmacht hesch…)
Aber etwas Weiteres von unschätzbarem Wert muss noch sein: Ohne diesen
Verein hätte ich Jürä wohl nie kennengelernt. Der Dank, dass er durch CSS
auf meinen Weg mit eingebogen ist, dadurch nebst Stephanie und Jonas zum
Dreh- und Angelpunkt dieses Tages wurde lässt sich gar nicht in Worte
fassen.
Nach dieser Gefühlsdusselei, (sorry, aber es musste sein…) bleibt mir nur
noch ein weiterer Dank: Nämlich der an meine Jungs im Vorstand. Danke für
die entspannte Zusammenarbeit, für das gegenseitige Vertrauen und einfach
Danke für die schönen Momente die wir zusammen verbringen durften im
vergangenen Jahr. Ich bin überzeugt, es wird sich diesbezüglich im nächsten
Vereinsjahr nichts ändern. An mir soll’s nicht liegen.
Die Sekretärin:
Jeannette
Rüegsegger |