bERICHT


10.04.09 Eiertütsche, Zollikofen
Fotos

Eingefleischte Chelsea Supporters wissen es: Seit einigen Jahren trifft sich jeweils ein Grüppchen blauer Herzen mit Kind und Kegel zum österlichen Eiertütschen - wahrlich ein sympathischer Anlass für Gross und Klein! So kamen sie also aus allen Landesteilen der Schweiz angereist, um dem gemeinsamen Hobby zu frönen. Im Gegensatz zu früheren Jahren – dieser Anlass hat sich in unserem Verein mittlerweile wirklich etabliert – haben sich aus unerfindlichen Gründen etwas weniger Leute eingefunden, als erhofft. Ich schätze, dass wir rund 30 Personen waren – nun gut, der Schreibende, sich dieser Tatsache allmählich bewusst werdend, entschied sich flugs für drei zu trinken (dazu weiter unten mehr...). Man ist ja flexibel und schliesslich hat ja alles ein Verfalldatum! Hoffen wir, dass wir beim nächsten Mal noch mehr Leute begrüssen dürfen.

Was war noch anders? Richtig, im Gegensatz zu früher haben wir uns in der Freizeithütte Meielen in Zollikofen und nicht mehr in der Waldhütte bei Schüpfen getroffen. Die Vorteile liegen auf der Hand: seien es die grosszügigen Platzverhältnisse, sei es die angrenzende Spielwiese für die kleinen und grossen Kinder, die guten Anfahrtswege oder beispielsweise die grosse Terrasse, auf welcher unser Präsi auch in diesem Jahr seine Rede schwingen konnte, um uns den päpstlichen – pardon – seinen österlichen Segen zu erteilen... 

Ganz wichtig: Im Unterschied zum Vorjahr – ihr mögt euch erinnern, wir mussten damals kurzfristig dem schlechten Wetter Tribut zollen und in die Stufenbar dislozieren – spielte das Wetter diesmal voll mit! Ohne mich mit fremden Lorbeeren zu schmücken, bin ich bis heute überzeugt davon, dass ich meinen Teil zum guten Wetter beigetragen habe: Bin ich doch, zusammen mit Jüre Schnelli und Jüre Pfister, eine Woche vorher aus Neuseeland zurück gekehrt, wo wir 5 Wochen lang jeden Tag die Sonne genossen haben. Jüre Schnelli sogar während 3 Monaten! Richtig, wir haben das gute Wetter ganz einfach mitgebracht. Und klar, für Jüre Schnelli wars schon was Besonderes, euch nach so langer Zeit auf der anderen Seite der Kugel, wieder zu treffen...

Sehr bald einmal wurde nun das Buffet eröffnet: Wie in den Vorjahren wurden wir auch heuer mit sehr grosszügig angerichteten Fleisch- und Käseplatten verwöhnt, der weisse Wein dazu mundete mir vorzüglich. Es versteht sich von selbst, dass ich bereits nach dem zweiten Fläschli mit dem Zählen aufhörte. Man schweigt und geniesst. Wobei ich mich sogleich korrigieren muss, wir haben genossen und geschwatzt, was denn sonst? Wie nicht anders zu erwarten, erreichte die Stimmung bald ihren siedenden Höhepunkt und wir näherten uns schnurstracks dem eigentlichen Kern der Sache, nämlich dem Eiertütschen. So manches Ei musste dran glauben und es war einfach eine Freude, auf jedem Ei wiederum das Logo unseres Vereins anzuschauen. Ein grosses Merci dem OK! (Das Nonplusultra waren aber die Chelsea Supporters Tischsets, einfach der Hammer waren die!) Nun waren wir bereit für unser Lotto. Wie in früheren Jahren gabs wieder zahlreiche Preise zu gewinnen und unser Präsi lief mittlerweile zur Hochform auf. Es ist erstaunlich, wie gut er die natürlichen Zahlen und deren Reihenfolge kennt, die Eleganz, mit der er beispielsweise eine „Dreizehn“ zieht und ausruft, ist unerreicht und schon fast legendär. Bruno Schlatter mit seiner Bingo-Show muss sich also warm anziehen. (Das nächste Mal, lieber Svenu, bitte einfach Zahlen ziehen, die auch auf meiner Karte stehen!)

So neigte sich der sonnige Tag langsam seinem Ende zu, die Kinder spielten auf der Wiese ihre Spiele und alle anderen genossen die Zeit auf ihre Weise. Langsam begannen sich die ersten zu verabschieden – Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Anlass! – und zum Schluss versammelten sich die Hartgesottenen noch ums Feuer, um das Phänomen Restalkohol in seiner ganzen Tragweite besser zu verstehen. Dabei muss es passiert sein: In meiner seligen Trunkenheit liess ich mich auf fahrlässigste Art von einem Mitglied des Vorstandes dazu überreden, den diesjährigen Bericht zum Eiertütsche zu verfassen. Nachdem ich – bar jeglicher Vernunft – euphorisch zugesagt hatte, habe ich mich aber schnell wieder beruhigt.

Morgen wird das ja eh kein Schwein mehr wissen und überhaupt: Was interessiert mich schon mein Geschwätz von gestern?! Leider habe ich nicht mit dem guten Gedächtnis unseres Vorstandes gerechnet. So geschah es doch, dass ich einige Wochen nach unserem Fest auf eben diesen Bericht angesprochen wurde...nach anfänglichem, energischem Abwehren musste ich aber bald kapitulieren. Man merke sich: Es ist unklug, davon auszugehen, dass, nur weil ich einen Hektoliter Weissen intus habe, es die anderen auch haben..:-)

Henusode, es ist schon fast Sommer, die Entsendung des heiligen Geistes ist längst erfolgt (Pfingsten gehts eben nicht immer am ringsten), und ich schreibe meinen Bericht kurz vor Redaktionsschluss. Was zu erwarten war...ich bin aber erstaunt, was ich noch alles weiss von diesem Anlass. Auf alle Fälle hats extrem „gfägt“! Kommt doch nächstes Jahr auch wieder!


Tom Markl