24.10.07 Champions League Chelsea-Schalke
Nachdem Mann sich am Vorabend über
meine Ansage betreff früher Abfahrt am Mittwochmorgen lustig gemacht hat, (du
kennst ja d’Schanä, die will am liebsten schon um 06.00 Uhr losfahren), genoss
für einmal ICH eine easy, stressless-Fahrt nach Zürich-Kloten. Den Morgenstau am
Gubrist steckte ich mit einem müden Lächeln weg. Während Pascal, Sven und ich
gemütlich das Check-In erledigt hatten und bereits bei Kaffee (u.natürlich
Bier…) sassen, gerieten Jürä und seine Fahrgäste doch ziemlich ins Rotieren.
Unterwegs hat’s auf der Autobahn „klepft“ was natürlich einen mega Stau mit sich
brachte. So wurden wir beinahe viertelstündlich über Jürä’s Standort informiert,
Gide, der beim Flughafen arbeitet, wurde anvisiert bei äusserstem Zeitmangel
Jürä’s Auto zu parkieren und wir haben den Putzdienst an unseren Tisch zitiert.
Das Bier war verschüttet, Päscu’s Hose pflotschnass schon vor Reiseantritt, was
will man mehr…!
Nachdem auch Jürä, Kusi und unser neues Mitglied Eddi, (unser erster Walliser),
ebenfalls eingetroffen sind, konnte die Reise nach London in Angriff genommen
werden. In Luton angekommen musste erst das ZmoZmi (Brunch), zu sich genommen
werden: Merke: Wage es nie, aber auch wirklich nie, aus einem 4erTisch einen 6er
Tisch zu machen, sprich einen Tisch dazuzunehmen. Konsequenz: Du sitzt zwar noch
auf dem Stuhl, den Hamburger hast Du in der Hand, (zum Glück) aber Tisch hast Du
urplötzlich keinen mehr vor Dir!!! Man kann doch nicht einfach die englische
Tisch-Zwischenraum-Norm verändern!
Überhaupt ging die Reise unter das Motto „Veränderungen“. Doch dazu später mehr.
In London begaben wir uns zu unserem Hotel
im „Imperial Wharf-Viertel“ das zurzeit neu aus dem Boden gestampft wird, direkt
an der Themse gelegen.
Merke: Buche nie 2 Zimmer für 1 Nacht sowie 1 Zimmer für 2 Nächte. Mit dieser
Kombination ist Blondchen an der Rezeption unendlich überfordert. Mach Dir auch
keine Hoffnungen, dass Du ein Raucherzimmer erhältst selbst wenn Du ausdrücklich
gefragt wist ob Du einen smoking-room wünschst. Du wirst zu hören bekommen, dass
es kein Schlotizimmer mehr hat. He…???? So ist es Jürä ergangen.
Nachdem auch für Sven und mich noch ein Zimmer gefunden wurde, wurde Jürä Zeuge
wie ich gefragt wurde ob ich ein Raucherzimmer wünsche. Ehm ja, gerne.? (Es hat
doch gar keine)? Aber klar doch, selbstverständlich bekommen Sie ein
Raucherzimmer!!! Jürä verstand die Welt nicht mehr. Wer Jürä kennt, weiss,
dass ein Nichtraucherzimmer für ihn der Horror überhaupt ist. Aus diversen
Gründen… Doch nachdem sich das Fenster in seinem ursprünglichen Zimmer nicht
öffnen liess bekam auch er ein Raucherzimmer. Soviel zum Thema..! Ich weiss auch
nicht wo das Zimmer auf einmal hergezaubert wurde. Aber ich glaube, Blondchen
war gerade mit einem anderen Gast beschäftigt.
Tja, und schon ging’s auf zum ersten
Pubbesuch. Für einmal liessen wir das George’s George’s sein. Stattdessen wurde
das wunderschöne, verwinkelte Pub „Brogan’s“ aufgesucht. Die Stimmung war
gemütlich, voller Vorfreude auf Spiel. Wir lernten bei Fingerfood und Bier
unseren Walliser Eddi ein bisschen näher kennen. Gemütlicher, unkomplizierter
Typ, der gut zu unserer Truppe passt.
Durch eine unbedachte Bemerkung, (ist Roger Federer nun Schweizer oder
Südafrikaner?), veränderte sich urplötzlich die Stimmung zwischen Jürä und Päscu.
Es wurde politisiert was das Zeug hielt. D.h. der Wahlkampf wurde so richtig
aufgearbeitet. Links? Rechts? Mitte? Uiuiui, es ging mächtig zur Sache.
Zum Glück war’s bald mal Zeit zur Bridge zu
wandern. Wir bekamen ein mittelmässiges Spiel zu sehen. Leider nicht mit der
allerbesten Publikums-Stimmung. Doch konnte Chelsea wenigstens den wichtigen
Sieg über Schalke einfahren. Wie immer sind die 90 Min. Chelsea schnell vorbei
und so begaben wir uns an die King’s Road um den Abend gemütlich in oder besser
gesagt ausserhalb eines Pubs ausklingen zu lassen. Denn wer rauchen will muss
sich seit dem 1.Juli draussen die Zigi reinziehen. Dies war die erste
Veränderung seit unserem letzten Aufenthalt in London.
Doch die frische Londonluft konnte die beiden Hitzköpfe Jürä / Päscu nur für
geringe Zeit abkühlen. Und schon haben sie wieder einander aufzeigen wollen, wie
man den nun am besten die Schweiz regieren würde…
Der Abend endete ähnlich wie der Morgen begann. Das Bier in der Hotelbar wurde
nicht getrunken sondern über die Theke geschüttet. Natürlich nicht mit Absicht.
Der nächste Tag führte in den Megastore und wieder mal auf die Stadion-Tour mit
anschliessendem Besuch des Museums. War spannend und interessant. So kann man
z.B. das Hilario-Dress in welchem JT zum Goalie-Helden wurde bewundern. Oder
Czech’s Kopfschutz, (welcher ja aus dem gleichen verhängnisvollen Match
resultierte), mit dem „verbotenen“ Logo, weswegen Adidas fast den Kopfstand
machte. Traditionell nach dem Einkauf im Megastore wird in der Shed Bar Pause
gemacht, es werden einander die Errungenschaften vorgeführt, man kratzt sich am
Kopf weil man nun mal in Ruhe Pfund in Franken umrechnet…
Shed Bar? Die gemütliche, alte Shed Bar? Mit den vielen Fotos an den Wänden?
Vergiss es! Shed Bar ist nicht mehr und heisst jetzt „blues“ ist hypermodern mit
einer futuristischen blauen Theke. Dies die zweite Veränderung seit der letzten
Reise im Frühling’07.
Und schon hiess es von Jürä, Kusi, Pascal und Eddi Abschied nehmen, da sie
bereits wieder die Heimreise antraten. So wünschten wir ihnen vor der Bridge, in
der Ecke wo die Match-Anzeigetafel ist, (wisst ihr wo ich meine?) eine
gute Heimreise. Ja, die Anzeigetafel! Also: die gute, alte Tafel wurde gerade
abmontiert und durch eine neue Anzeige ersetzt! Ich wage fast zu behaupten, dass
eine digitale Anzeige montiert wurde.
Sven und ich erledigten unsere Einkäufe in
der Carnaby Street sowie am Piccadilly, wo wir wieder die Tortur des Kleider-
werden-einem-fast-aus-den-Händen-gerissen und das du-musst
gar-nicht-erst-versuchen-etwas-in-Ruhe- anschauen, im „Lilly“ mitmachten. Aber
für hype Jeans für ca. 30 sfr. nimmt man das Gedränge und Gedrücke halt in Kauf.
Genaugleich denken halt die 20 Personen, die sich mit Dir gerade auf dem
gleichen Quadratmeter befinden, auch. Den Abend liessen wir im La Rueda, (hi
Matthew…), mit megafeinen Tapas ausklingen.
Ganz fest haben wir uns vorgenommen nun wieder mal etwas Neues von London zu
entdecken. So besuchten wir am nächsten Tag den OXO Tower. Von dessen Restaurant
im 8. Stock geniesst man einen herrlichen Blick über die Dächer von London sowie
über die Themse. Am Abend dort essen, mit sanften Pianoklängen und gleichzeitig
das Lichtermeer der Stadt betrachten ist sicher romantisch… Ansonsten hielt
diese angebliche Shopping-Möglichkeit nicht was die Beschreibung versprach.
Und schon wurde es auch für uns Zeit wieder die Heimreise anzutreten. Kurz nach
Mitternacht fielen wir todmüde ins Bett. Eine gemütliche, einfache Clubreise lag
hinter uns, die Arbeitswelt vor uns, mit dem Gefühl dem Alltag baldmöglichst
wieder zu entfliehen schliefen wir ein. Schliesslich ist die nächste Clubreise
bereits wieder gesetzt.
Wir würden uns freuen, wenn bei der laaangen Reise im Frühling gegen Derby wieder eine stattliche Anzahl Mitglieder mit dabei wären.
Eure Sekretärin:
Jeannette