Endlich, endlich
begaben wir uns wieder einmal auf die Reise nach London, um Chelsea wieder mal
spielen zu sehen. Auf unserer dritten Clubreise wollten wir uns wiederum das
letzte Saisonspiel zu Gemüte führen.
Eine Gruppe der Teilnehmer reiste bereits am Freitagmittag nach London, während
wir die Reise erst am Abend in Angriff nahmen. Auf dem Weg nach Zürich hatte ich
Flopi und Büssi im Auto. Für Flopi war es die erste Reise nach London und zum
Cfc. Dementsprechend löcherte er uns von Burgdorf bis Zürich mit unzähligen
Fragen: Wie sieht das gemeinsame Programm aus? Was würden wir miteinander
unternehmen? Wo ist unser Hotel? Wie ernährt man sich in London? Wann ist das
Spiel? Wird wohl dieser und jener Spieler auflaufen? Fragen über Fragen. Leider
haben wir bis Zürich das Knöpfchen bei Flopi zum Abstellen nicht gefunden…! In
Zürich erwartete uns schon Matthew, der mit uns nach London reiste.
In London angekommen, hiess es auf die letzten Subways stressen und im Hotel das
Check-In Prozedere hinter sich zu bringen. Doch wir bekamen auch weit nach
Mitternacht an der Hotelbar doch noch einen Schlummertrunk.
Am Samstagmorgen konnten wir kurz die anderen begrüssen, bevor alle ihr
individuelles Programm für diesen Tag in Angriff nahmen. Unsere Gruppe stattete
dem Chelsea Megastore den obligaten Besuch ab, in welchem Flopi schlichtweg
überfordert war. Aber das geht wohl den meisten so, welche den riesigen Shop das
erste Mal besuchen.
Schon stand der Höhepunkt der Reise an und man traf sich zum Spiel auf der
Tribüne im Stadion. Leider war schon im Vorfeld klar, dass das Spiel nicht
unbedingt spannungsgeladen sein würde. Chelsea hatte sich den zweiten Platz in
der Premier League bereits gesichert, und der Abstieg von Leeds in 1.Division
war ebenfalls bereits besiegelt.
Dennoch genossen wir das Spiel, die Atmosphäre und das einzige Tor in diesem
Spiel von Gronkjaer in der 20.Minute.
Nach dem Spiel haben sich Spieler und Trainer sehr viel Zeit genommen, sich von Fans und Saison zu verabschieden. Ein eindrückliches Erlebnis. Nach dem Spiel begaben wir uns wie immer ins Pub zur Spielanalyse. Und auch da wurde die Saison 03/04 mit ein, zwei Bierchen gebührend verabschiedet.
Der Sonntag stand
ebenfalls wie immer ganz im Zeichen des Shoppings. Wobei wir das Portemonnaie
andere Male mehr strapazierten. Nachdem unser Stammpub auf der Oxford Street für
einmal nicht „Schanä’s Steaksandwich“ servieren konnte, konnte ich Pesche und
Sven überreden, mit mir wieder einmal das Hard Rock Café zu besuchen. Dort
konnte ich endlich wieder mal meine geliebten „Onion Rings“ geniessen.
Flopi und Büssi haben den Sonntag im Highbury verbracht, wo sie gemeinsam mit
Arsenal deren Meistertitel feierten! Im Moment überlegen wir noch, ob wir den
beiden die Mitgliedschaft bei den Chelsea Supporters künden wollen….!
Für den Abend war ein gemeinsamer Kinobesuch geplant. Ein Film welcher von
Chelsea-Hools handelte war gerade angelaufen. Zuvor Matthew entführte uns in ein
superfeines, spanisches Restaurant in Chelsea. Trotz anfänglichem Nasenrümpfen
fand auch Sven feine Speisen auf der Karte, mit welchen er sich genüsslich den
Bauch voll schlug.
Schlussendlich sind im Kino, welcher wir praktisch für uns alleine hatten, nur
noch Bruno und Bide aufgetaucht. Der Film war eindrücklich und führte uns wieder
mal vor Augen, dass es neben uns „Normalos“ noch eine ganz andere Gruppe von so
genannten Fans gibt. Deren einziges Ziel ist, sich vor und nach dem Spiel mit
den gegnerischen Anhänger bis zur Besinnungslosigkeit zu prügeln.
Vom Montag hatten wir nicht mehr viel, da wir bereits kurz nach dem Frühstück
wieder die Heimreise antreten mussten.
Für einmal trafen wir gemütlich und ohne Zeitdruck am Flughafen an. Man trank
noch gemütlich ein letztes Bier, füllte sich den Magen und legte sich laut
Rolf’s Aussage noch ein Nikotindepot an.
Im Flugzeug Platz genommen, vermissten wir unsere Jüngsten Flopi und Büssi. Sie
haben sich wohl etwas zu lange im Duty Free Bereich rumgetrieben, so dass ihnen
schlussendlich der Zustieg ins Flugzeug verweigert wurde. Aber mit Flopis
unwiderstehlichem Charme und Büssis Gelassenheit haben sie das Okay
schlussendlich doch noch erhalten, und wir konnten die Heimreise gemeinsam
antreten.
In Zürich angekommen verabschiedete man sich voneinander und trat die
individuelle Heimreise an.
Man trifft sich wieder auf der nächsten Reise!
Jeannette