Früh klingelte der
Wecker an diesem Samstagmorgen. Mussten wir doch bereits um 07.00 in Bern sein,
um frisch und munter unsere Carfahrt in den Europapark Rust anzutreten.
Für unseren „Welsch“,
Pierre-Edouard, begann der Ausflug jedoch bereits am Freitagabend im tiefen,
tiefen Emmental wo er mit Erhard Pesche einem Hockeymatch der Tigerlis beiwohnen
durfte und anschliessend, nach einer nach langen Langnauernacht im „Täntsch“,
bei Pesche übernachtete. Danke Pesche für’s Einspringen!
Am besagten frühen
Samstagmorgen fuhren dann wir Emmentaler erst mal zu Jürä um unsere Autos
abzustellen. Schliesslich war auf der Schützenmatte/Bern, (für Nichtberner:
Reithalle…(!!!)) eine Secondo-After-Abstimmungs-Demo angesagt…!
Bei der
Bushaltestelle in Ittigen trafen sich dann auch schon beinahe die halben
Teilnehmer der Reise.
Nachdem Jürä im
Bahnof Bern die notwendige Zwischenverpflegung, (nein, NICHT was ihr jetzt
wieder denkt) abgeholt hatte und auch die letzten Teilnehmer eingetrudelt waren,
konnten wir die Fahrt mit Ziel Basel in Angriff nehmen.
Nach einigen
Verfahrungsmanöver, (man merke: es hat sich einiges geändert in Basel, da stehen
plötzlich Signale wie Fahrverbote oder Halteverbot! Die hat es früher nicht
gegeben), stiessen noch Gide, Steph und Daniel zu uns. Nun konnte die Fahrt nach
Rust richtig beginnen.
Gipfeli und
Sandwiches waren willkommen, und richtig: selbstverständlich war auch Bier an
Bord.
In Rust angekommen
war der Silver Star das erste erklärte Ziel! Nach einem Angstbisi von Manuela
und mir, mehreren Schweissausbrüchen von Sven, erklärten wir uns schliesslich
bereit die Achterbahnfahrt mitzumachen. Diesen Entscheid bereute ich jedoch
schon beim ersten Anstieg der Bahn, hatte ich doch schon früher meine
Erfahrungen mit dem Silver Star gemacht.
Froh wieder festen
Boden unter den Füssen zu haben, stellten sich andere gleich wieder für eine
weitere Fahrt an. Ich erholte mich derweilen bei einem Bierchen noch von der
ersten Fahrt.
Bald darauf ging’s
weiter zu „Poseidon“. Eine weitere Berg- und Talfahrt! In einem Boot und mit
einem bisschen, bisschen Wasser….! Leider verpasste Vinc hier eine gemeinsame
Fahrt im gleichen Boot. Statt sich in irgendeinem Boot dazu zu gesellen, nahm er
lieber den langen, langen Rückweg durch die Warteschlange in Kauf…!
Nach dem Mittagessen
war dann die Mir an der Reihe. Eigentlich für mich kein Problem. NUR: Bei allen
früheren Fahrten durfte ich diese Bahn immer vorwärts geniessen. Dem war diesmal
leider nicht so: Oli und Yüksel, welche mir gegenübersassen, haben sich
jedenfalls während der Fahrt halb totgelacht, als sie so Angesicht zu Angesicht
in mein angstverzerrtes Gesicht blicken durften…
Nun war wieder mal
eine Pause fällig, welche wir unterschiedlich verbrachten. Ich versuchte
verzweifelt, wieder etwas Farbe in mein Gesicht zu kriegen, andere genossen die
Pause eben anders…
Während alle bereits
den EuroSat genossen, genoss ich immer noch die extrem frische Rusterluft.
Irgendwann mal im
Verlaufe des Tages entdeckten Töbu, Oli und Sven noch ihr Kinde im Manne:
Drehten sie noch in einem Ballonkarussell, wohlgemerkt für KINDER gedacht, ihre
Runden. Was harmlos aussah, erwirkte nun auch in Svens Gesicht einen etwas
farblosen Ausdruck. Wobei ich nicht glaube, dass hierfür nur das Karussell
schuld war.
Das Kinde im Manne
hatte sich nun endgültig durchgesetzt: Wollten wir doch eine Attraktion weiter,
so wollten Oli und Sven noch mal eine Kinderballonkarussellrunde drehen. Um
ihrem Unmut Luft zu machen, setzten sie sich zwängend mitten auf den Weg. Ich
will gar nicht wissen, was all die Leute um uns herum gedacht haben.
Mit einer
abschliessenden Fahrt im EuroSat oder Silver Star, je nach Magenzustand ging der
Tag auch schon fast zu ende. Natürlich nicht ohne noch die Toilette aufzusuchen.
Hierbei hatten Sven und Oli ein einschneidendes Erlebnis mit Spiderman Junior.
Dieses Erlebnis war zwar nur mit gehörig Alkohol wirklich lustig. Doch konnten
sich die zwei während der ganzen Heimfahrt köstlich amüsieren und gingen wohl so
manchem Mitreisendem auf die Nerven. Die Heimfahrt verlief nach dem
anstrengenden Tag für die meisten sehr ruhig. Viele Teilnehmer haben wir auch
erst wieder zu diesem Zeitpunkt getroffen, Doch ich bin sicher, auch sie haben
einen schönen Tag verbracht und den Ausflug genossen. Mit Hilfe der mitgereisten
Basler haben wir in Basel sogar wieder die Haltestelle gefunden.
Bis auf Bern verlief
die Fahrt mit Ausnahme der Spiderman-Geschockten recht ruhig und friedlich.
Nein, es wird nicht verraten worum es da ging. Erstens weil nicht jugendfrei,
zweitens weil nüchtern und ausgeruht gar nicht mehr soo lustig.
Fazit des Tages: Es war toll, mal einen chelseafreien Tag miteinander zu
verbringen!
Jeannette